Leitbild der Freizeit-Angebote des Vereins Quartierspielplätze der Stadt Solothurn

Tun tut Jugendlichen und Kindern gut,
weil Tun allen Menschen gut tut.
Das Leben ist eine Werkstatt.
Werken heisst Wirklichkeiten schaffen.
Wir können lernen für unser Tun Verantwortung zu tragen.

Leitbild

Wir stellen uns den Herausforderungen, die sich aus der Lebenssituation, der Lebenslage und den Lebenserfahrungen junger Menschen ergeben. Die persönlichen und sozialen Gegebenheiten der Besucherinnen und Besucher bestimmen über Inhalte, Methoden und Angebotsformen.

Wir wollen mit unserer Arbeit junge Menschen bei ihrer Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern. Dabei berücksichtigen wir die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen, wollen Benachteiligungen abbauen und die Gleichberechtigung fördern.

Die Spielplätze und der Treff werden durch pädagogische Fachkräfte betreut und durch Elternarbeit unterstützt. Die Fachkräfte organisieren die Angebote, stellen Materialien zur Verfügung, geben Anregungen, begleiten die Kinder und Jugendlichen bei ihrem Tun und stehen als Ansprechpartner für alle Fragen zur Verfügung. Sie vermitteln die Grundregeln für die Nutzung des Platzes und den Umgang miteinander und handeln spezielle Regelwerke, zusammen mit den Kindern, immer wieder neu aus. Die Spielplatzleitung und die Treffleitung übernehmen im Rahmen der offenen Kinder- und Jugendarbeit die Aufsicht. 

Unsere Quartierspielplätze und der SchülerInnentreff stehen dabei allen Kindern und Jugendlichen, unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder Hautfarbe, offen.

Zielgruppen

a) Kinder der Stadt Solothurn ab dem grossen Kindergarten bis zur 6. Klasse (Spielplatzangebot)
b) Kinder der Stadt Solothurn ab der 6. Klasse bis 9. Klasse (Treffangebot)

Freiraum          

Wir bieten einen geschützten Raum an, in welchem die Kinder und Jugendlichen ihre Freizeit selbstbestimmend gestalten können. Dabei gilt, dass der eigene Freiraum soweit geht, bis er den Freiraum des andern stösst.

Chancengleichheit und Sozialkompetenz

Wir pflegen untereinander einen respektvollen Umgang. Unser Handeln wird vom Prinzip der Gleich-heit und Gerechtigkeit für alle Menschen geleitet. Wir treten für die Chancengleichheit aller Kinder ein, unabhängig von Nationalität, Religion, sozialer Herkunft, sexueller Orientierung oder Geschlecht. Im Anders-Sein und im multikulturellen Austausch sehen wir die Chance, voneinander zu lernen. Das gilt auch für die vorurteilsfreie Begegnung mit Kindern mit und ohne Behinderung sowie unterschied-
licher sozialer Verhaltensweisen.

Identifikation durch Partizipation und Kontinuität

Mitbestimmung, Partizipation und wachsende Selbstbestimmung sowie zunehmende Eigenverant-
wortung der Heranwachsenden sind uns wichtig. Durch Mitbestimmung und Einbezug in Entschei-dungsprozesse und durch unsere beständigen Angebote schaffen wir die Grundlage, dass sich die Kinder und Jugendlichen mit den Plätzen identifizieren können.

Naturnahes Spielen

Die Erfahrungen und die Erlebnisse auf den naturnahen Spielplätzen ermöglichen den Kindern, die Achtung vor der Natur zu erlangen und so das Bewusstsein für das Zusammenspiel Mensch – Umwelt – Mitwelt zu entwickeln.

Werken und Gestalten

Wir stellen den Kindern und Jugendlichen diverse Materialien, wie wieder verwendbares Altmaterial, Naturmaterialien, aber auch gekauftes Material, zur Verfügung. Wir lassen sie gestalten, umgestalten oder auch wieder zerstören. Die Kinder und Jugendlichen dürfen ihre eigenen Erfahrungen machen und die daraus folgenden Konsequenzen erleben und tragen. Wir vermitteln einen sorgfältigen Umgang mit allen Materialien. 

Organisation

Der Vorstand ist für die strategische Ausrichtung des Vereins verantwortlich. Die Vorstandsmitglieder arbeiten alle ehrenamtlich (Ausnahme: Vertreterin der Sozialen Dienste). Der Vorstand ist Entscheidungs-, Beratungs- und Kontrollorgan. Er steht in ständigem Kontakt mit der Geschäftsleiterin.

Unsere Angebote werden professionell geleitet und durch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen (BetreuerInnen) unterstützt. Regelmässige Weiterbildungen und Teamentwicklungsangebote garantieren die Qualität unserer Angebote.

Vernetzung

Interne Vernetzung der Spielplätze und des SchülerInnentreffs findet regelmässig statt. Externe Vernetzung mit ähnlich orientierten Plätzen und Organisationen sowie städtischen Institutionen findet periodisch statt.

 

März 2013