Aus dem Treffalltag

Dies ist ein besonderer Jahresbericht, weil es der letzte ist, den ich für den Treff Tannenweg schreibe. Ich werde nämlich den Treff Ende April 2015, nach fast neun Jahren, verlassen. Doch zuerst möchte ich rückblickend auf das Treffjahr 2014 schauen: Es war ein sehr angenehmes, lebendiges Jahr. Nach dem Besuchsmorgen der 5. und 6. Klasse des Schulhauses Brühl im Mai 2014, wurde der Treff im Sommer sehr gut besucht. Wir konnten im Schnitt 15 Jugendliche pro Abend verzeichnen, darunter befanden sich auch einzelne Mädchen. Während dieser Zeit verbrachten wir viel Zeit draussen. Sehr beliebt waren natürlich die Grillabende. Mit Hingabe wurde Fleisch mariniert, Salate zubereitet und Beilagen gekocht. Die Gespräche am Feuer und das gemeinsame Essen unter der Pergola waren immer sehr lustig und gemütlich. Es wurde auch viel Fussball und Pingpong gespielt. Der neue Pingpongtisch eignet sich super für Turniere! Während den Herbst- und Wintermonaten nahm die Besucherzahl ab und pendelte sich so bei 10 Schülern ein. Diese Gruppe Jungs erwies sich als «harten Kern». Sie erschienen zuverlässig, sie prägten die Treffstimmung familiär. Man kennt sich schon von klein an und dadurch wurden auch ganz persönliche Gespräche unter den Jungs und uns möglich. Oft fläzten die Jugendlichen einfach auf den Sofas herum, hörten Musik und diskutierten. Sie genossen dies sichtlich. Laut ihren Aussagen sei dies der einzige Ort, wo sie einfach abhängen können, ohne dass irgendeine Forderung oder Erwartung gestellt wird ... Im September 2014 durften wir am Jubiläumsfest des Brühlschulhauses einen Teil des Jugendprogramms gestalten. Wir funktionierten ein Schulzimmer zum Spielcasino um. In der Mitte des Raumes bauten wir einen Roulettetisch auf. Ein langer Tisch, belegt mit diversen Preisen und ein Buffet mit «Cüpli» und Apérogebäck stärkte die spielfreudigen Kinder und Jugendlichen. Schwarze Tücher und schummriges Licht verstärkten den Spielhöhle-Effekt. Thomas und ich verkleideten uns als Groupiés, die Kinder und Jugendlichen durften sich nur mit passendem Outfit und Accessoires, die wir ihnen zur Verfügung stellten, zum Spieltisch begeben. Es ging lustig, spannend und zuweilen laut zu und her an diesem Abend! Es machte allen riesigen Spass! Die traditionelle Halloween-Party wurde ebenfalls gut besucht. Erfreulicherweise erschienen nicht nur Stammgäste, sondern auch ältere Jugendliche, die den Treff auf positive Art belebten. Den Rest des Jahres verbrachten wir mit Kochen, Essen, Musik hören, Spielen, Diskutieren und mit Filmabenden. Nun, ich blicke auf neun besondere Jahre zurück. Die Arbeit im Treff, aber auch die Mithilfe auf dem Spielplatz Tannenweg, haben mich geprägt und um viele Erlebnisse und Erfahrungen reicher gemacht! Es war toll, einige Kinder und Jugendliche der Weststadt eine Weile begleiten zu dürfen. Ganz besonders möchte ich Thomas Reumer, meinem Co-Treffleiter für die super Zusammenarbeit danken. Einen riesigen Dank gebührt auch dem Gesamtteam aller Spielplätze. Es ist ein Privileg, in so einem Team mitarbeiten zu dürfen – danke euch allen! Ich bedanke mich aber auch beim Vorstand für das Vertrauen und die Unterstützung, die ich während all den Jahren erfahren durfte. Meinem Nachfolger, Andreas Teichmann, wünsche ich von Herzen einen guten Einstieg ins Treffleben, und dass er den typischen «Treff-Tannenweg-Groove» ebenfalls geniessen kann.

Andrea Keune, Leitung Schüler/-innentreff Tannenweg